Ayurveda Medizin

Die Ayurveda Medizin basiert auf der Fünf-Elemente-Theorie: Prithvi (Erde), AP (Wasser), Tejus (Feuer), Vayu (Luft), Akasha (Äther) und lehrt, dass das ganze Universum aus diesen fünf Elementen besteht. So auch der menschliche Körper, der wiederum eng mit der Natur verbunden ist.

Aus den fünf Elementen entstehen die drei Doshas:

  • VATA (Luft + Äther),
  • PITTA (Feuer + Wasser)
  • KAPHA (Wasser + Erde)

Die Doshas bestimmen den gesamten physiologischen und physiochemischen Ablauf im Körper. Wenn diese drei Doshas sich in einem ausgeglichenen Zustand und in Harmonie befinden, wird die Gesundheit erhalten. Jede Änderung in ihrem Gleichgewicht durch z.B. schlechte Ernährung, verursacht Krankheiten.


Poorvakarma Behandlungen:

In der Ayurveda Medizin gibt es mehr als 30 unterschiedliche Poorvakarma, äußerliche Behandlungsmethoden. Je nach Erkrankung und Zustand des Patienten werden diese Methoden entsprechend angewendet.

Erst nach einiger Zeit phytotherapeutischer Anwendungen und Anpassung der Ernährung sowie weiterer Gewohnheiten, darf man die äußerlichen Behandlungsmethoden anwenden. Beispiele der Poorvakarma Behandlungen:

Ayurvedamassage (Abhyanga)
Eine Ganzkörpermassage mit speziellen Kräuterölen. Die Körpergewebe (Dhatus) werden genährt, revitalisiert und toxische Stoffe werden aus den Zellen entfernt. Die Abhyanga hat eine viel tiefere und weitreichendere Wirkung als eine gewöhnliche Massage mit Ölen und Lotionen. Durch die natürliche Harmonisierung von Körper, Geist und Seele erreichen wir tiefe Heilungskräfte. Nach der Abhyanga folgt für gewöhnlich ein Kräuterdampfbad (Sweda). Die Massage erhöht die Gewebestärke, verbessert die Blutzirkulation, verjüngt den Körper, verschönert das Hautbild fördert die Lebenskraft, beruhigt das Vata-Ungleichgewicht , reduziert Stress und entfernt Schlacken- und toxische Stoffe.

Kräuterdampfbad (Sweda)
Für das Kräuterdampfbad werden ausschließlich nur ayurvediche Kräuter verwendet. Das angenehme Schwitzen reinigt den Körper durch die Haut, körperliche Schmerzen vermindern sich, toxische, sowie Schlackenstoffe werden ausgeleitet, Steifheit reduziert, das Hautbild wird verschönert und Cellulites reduziert. Die Wirkung des Dampfbades verstärkt sich, wenn es direkt nach einer Abhyanga genommen wird.

Stirnguss (Shirodhara)
Ein kontinuierlicher Strom von warmem Öl oder einem Sud aus Kräutern wird 20 bis 40 Minuten lang rhythmisch über die Stirn gegossen. Diese Anwendung erzeugt eine Tiefenentspannung und Revitalisierung des Zentralen Nervensystems, stärkt die Sinnesorgane, hilft einen tiefen Schlaf zu bekommen und erleichtert Stress jeglicher Art. Der Stirnguss erzielt die besten Ergebnisse, wenn er direkt nach einer Abhyanga angewendet wird.

Shastika Sali Pinda Sweda (Navarakizhi)
Eine sehr effektive „Verjüngungstechnik“, bei der ein spezieller Reis gekocht und dann in gebundene Stoffbeutel gefüllt und anschließend in einen Sud aus Kräutern und warmer Milch getaucht wird. Nun wird nach einer Abhyanga der ganze Körper für eine Stunde lang mit diesen Reis-Kräuter-Milchsäckchen massiert. Diese Anwendung kann helfen, dem Alterungsprozess entgegenzuwirken, stärkt das Gewebe, hilft bei körperlichen Schmerzen sowie bei der Reduzierung des Körpergewichtes.


Panchakarma Behandlungen:

Panchakarma ist die klassische Reinigungs- und Entgiftungsbehandlung in Ayurveda und wird in fünf Behandlungen unterteilt:

  • Vamana (Erbrechen)
  • Virechana (Abführen)
  • Vasthy (Einlauf mit einem Kräuterpräparat)
  • Nasya (Nasenreinigung)
  • Raktamoksha (Aderlass)

Diese fünf Therapien helfen Stress und Verunreinigungen des Körpers zu beseitigen.

Pancharkarma Behandlungsmethoden kommen nur zum Einsatz, wenn der Patient bzw. die Patientin schon seit einiger Zeit mit Kräutertherapien und Poorvakarma-Methoden behandelt wird.

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